Ätherische Öle bei Kindern – Risiko versus Nutzen

Ätherische Öle bei Kindern – Risiko versus Nutzen

Wir leben heute in einer Welt der schnellen Lösungen und der viel beworbenen Wundermittel – auch die ätherischen Öle werden im World Wide Web als solche des öfteren „beworben“.
Da wir mit einer sich ständig verschlimmernden Resistenz von Bakterien gegen Antibiotika konfrontiert werden, machen uns die ätherischen Öle vielversprechende Hoffnungen.

Bakterien bilden keine Resistenzen gegen naturbelassene ätherische Öle (bei standardisierten oder chemisch stabilisierten Ölen könnte es eher der Fall sein). Forscher haben sogar herausgefunden, dass sie in Kombination mit nicht mehr wirksamen Antibiosen, deren Wirksamkeit wieder herstellen können.

Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert, mit ätherischen Ölen und Mischungen zumindest das Immunsystem zu unterstützen, um widerstandskräftiger gegen Krankheitskeime zu sein, denn viele ätherische Öle wirken keimtötend und entlasten somit das Immunsystem. Natürliche „Duftwolken“ wirken nachweislich störend auf die empfindliche Kommunikation von Krankheitskeimen, so verlieren sie an Power. Die für uns angenehm riechenden Naturdüfte wirken auf bösartige Keime als irritierende Signalstoffe. Millionen Jahre alte Verteidigungsmechanismen von Pflanzen stören die Schwarmkommunikation vieler Bazillen, sodass sie nicht oder weniger aggressiv attackieren können. Dieser neue Zweig der Antibiotikaforschung hat in den letzten knapp zehn Jahren spannende Erkenntnisse hervorgebracht. Klick hier & hier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Artikel „Dufte durch die Erkältungszeit“  klick hier

Daher scheint es nicht überraschend, dass ätherische Öle wie Thymian Thymol, Zimt, Oregano, Gewürznelke oder daraus hergestellte Mischungen an Beliebtheit zunehmen. In der heutigen Zeit werden diese Empfehlungen durchaus in hohem Maße wahrgenommen und nicht zuletzt auch von Eltern, die glauben eine wirkungsvolle und harmlose Alternative zur „Chemiemedizin“ gefunden zu haben.

Es ist verständlich, dass Eltern für ihre Kinder nur das Beste möchten. Medikamente können Nebenwirkungen, manchmal auch gefährliche Nebenwirkungen haben, obwohl man davon ausgeht, das der Nutzen bei der Anwendung bzw. Behandlung überwiegt. Aber auch ätherische Öle können unerwünschte Nebenwirkungen haben und erfordern einen achtsamen Umgang, bei dem die individuelle Wirkung und der Mensch genau betrachtet werden müssen.

Uns stellt sich die Frage ob die derzeitige Art und Weise der (nicht hinterfragten) Anwendungsempfehlungen und der daraus folgenden Anwendungen bei Kindern die Gesundheit tatsächlich wahrt oder wieder herstellt?
Dies gibt uns Grund zur Sorge, da gerade die am stärksten antimikrobiellen ätherischen Öle, die in Hinblick auf Nebenwirkungen riskantesten sind (Tisserand & Young 2014).
Die übermäßige Verwendung ätherischer Öle bei Kleinkindern kann deren Immunentwicklung sogar hemmen.

Das Immunsystem

Das Immunsystem kann in zwei Kategorien unterteilt werden:

  • angeboren (nicht spezifisch)
  • adaptiv (spezifisch)

Das angeborene Immunsystem verteidigt uns vor Krankheitserregern, die z.B. die Barriere der Haut überwinden möchten. Natürliche Killerzellen, welche aus lymphatischen Vorläuferzellen im Knochenmark gebildet werden, greifen auch krankheitserregende Bakterien und Viren an. Jedoch können Sie auch unerwünschte Interaktionen auflösen, die dann zu Entzündungen führen und damit die Immunantwort sowie die Infektabwehr beeinträchtigen können.

Das adaptive Immunsystem muss erst „lernen“ Antikörper zu produzieren und künftige Angriffe von gleichen Erregern zu erkennen. Im Gegensatz zum angeborenen Immunsystem kann es einige Tage dauern, bis das adaptive Immunsystem ein Höchstmaß an Effektivität erreicht hat.

Natürliche Killerzellen sind für das Immunsystem unverzichtbar. Da sie nicht über Antigenrezeptoren binden, erkennen die NK-Zellen mutierte Zellen, die von den T-Lymphozyten nicht erkannt wurden, z.B. weil die Antigene auf der Zellmembran unverändert bleiben

Info:

Natürliche Killerzellen sind für das Immunsystem unverzichtbar. Da sie nicht über Antigenrezeptoren binden, erkennen die NK-Zellen mutierte Zellen, die von den T-Lymphozyten nicht erkannt wurden, z.B. weil die Antigene auf der Zellmembran unverändert bleiben  Quelle: http://www.biologie-schule.de/natuerliche-killerzelle.php

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das kindliche Immunsystem muss trainiert werden
Das kindliche Immunsystem benötigt eine konstante Auseinandersetzung mit Keimen, um seine Fähigkeit, eine angemessene Immunantwort auf Erreger aufzubauen bzw. zu entwickeln.

Auch wenn ätherische Öle wie Zimt, Oregano, Thymian Thymol, Nelke usw. durchaus sehr wirksam im Kampf gegen (multiresistente) Bakterien sind, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass wir sie bei einem erkrankten Kind einsetzen sollten und die erwünschte
Die Frage ist, ob es überhaupt Sinn macht solche stark wirksamen ätherischen Öle, nämlich ähnlich stark wie Antibiotika, schon bei leichten Erkältungen oder Infekten anzuwenden?

Frage dich: überwiegt der Nutzen das Risiko?

Atopische Krankheiten

Atopische Krankheiten wie Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis nehmen immer weiter zu. Auch Kinder sind davon in den letzten Jahrzehnten stark betroffen. Die Zahl der betroffenen Kinder stieg beispielsweise bei Heuschnupfen von 6,9% im Jahr 1980 auf 16,6% im Jahr 2009 (CDC,1994, CDC, 2013).
Forscher haben sich die Frage gestellt, warum bei immer besser werdenden hygienischen Bedingungen und besserer Gesundheitsversorgung atopische Krankheiten stetig zunehmen.

Im Verdacht stand eine übertriebene Hygiene, dieser konnte jedoch nicht bestätigt werden.
Die Hygienehypothese basiert auf der Idee, dass zu viel Sauberkeit das Risiko erhöhen kann, dass ein Kind später im Leben eine Allergie entwickelt. Die Hypothese wurde aus vielen Blickwinkeln untersucht, jedoch wurden keine klaren Zusammenhänge zwischen übereifriger Hygiene und Atopie festgestellt.

Interessanterweise haben andere Untersuchungen jedoch gezeigt, dass Kinder, die der landwirtschaftlichen Umgebung ausgesetzt sind, weniger Heuschnupfen haben, da sie den Kontakt mit Nutztieren, nicht pasteurisierter Milch usw. ausgesetzt sind. Es wurde auch festgestellt, dass dieser Schutz vor Atopie spezifisch für Kinder war, die diese Exposition in den ersten Lebensjahren im Gegensatz zu Kontakt in jedem Alter erlebt hatten (Bloomfield, Stanwell-Smith, Crevel, & Pickup, 2006).

 

Der Begriff „atopische Erkrankungen“ umfasst alle Erkrankungen, die mit einer erblich bedingten Überempfindlichkeit des Immunsystems gegen körperfremde Stoffe zusammenhängen. Zu den häufigsten atopischen Erkrankungen gehören u.a. Asthma bronchiale, Neurodermitis und die allergische Rhinitis (Nasenschleimhaut-Entzündung).

Quelle:http://www.gesundmed.de/glossar-lexikon/allergie/atopische-erkrankungen/

Wie Bloomfield et al (Bloomfield et al, 2016) in einer Untersuchung feststellten, sollte die Hygienehypothese aufgegeben werden, da diese suggeriert, dass Sauberkeit schlecht ist und gleichzeitig das Risiko der Verbreitung von Infektionskrankheiten erhöht. Sie sind sich jedoch einig, dass die Exposition gegenüber Mikroben gerade in jungen Jahren entscheidend ist: „Das Immunsystem ist lernfähig und bei der Geburt ähnelt es einem Computer mit Hard- und Software, jedoch nur ausgestattet mit wenigen Daten. In den ersten Lebensjahren müssen zusätzliche „Daten“ durch den Kontakt mit Mikroorganismen anderer Menschen und der natürlichen Umwelt bereitgestellt werden.“

Info:

Wissenschaftler sind sich immer noch nicht sicher wie anfällig uns das schwindende Mikrobiom (früher Darmflora genannt) für allergische Erkrankungen macht – gut belegt hingegen ist jedoch, dass Kinder die zu Hause entbunden werden, seltener an Asthma und Neurodermitis erkranken (Journal of Allergy and Clinical Immunology: Nimwegen et al., 2011) und an Nahrungsmittelallergien ((Pediatric Allergy and Immunology: Koplin et al., 2008).  Bekommen Kinder in den ersten Lebensjahren häufig Antibiotika, neigen sie später eher dazu an Asthma zu erkranken (Clinical and Experimental Allergy: Droste et al, 2000). Auch die Häufigkeit an Morbus Crohn zu erkranken nimmt zu (American Journal of Epidemiology: Virta et al, 2012).

Diese Theorie gibt einen Einblick darüber, warum die Auseinandersetzung mit Mikroben in der frühen Kindheit von Bedeutung sein kann. Die Entwicklung der richtigen Immunfunktion hängt davon ab, welchen Mikroorganismen wir ausgesetzt sind und bei der Evolution von Säugetieren ausgesetzt waren. Diese Organismen tragen dazu bei, dass regulatorische T-Zellen stimuliert werden. Diese Mikroorganismen verursachen allerdings in den meisten Fällen keine Infektionen im Kindesalter – jedoch reduzieren die heutigen hygienischen Bedingungen, immer mehr sterilisierte Fertignahrung, sterilisierte Getränke und nicht zuletzt die moderne Medizin den Kontakt zu ihnen.

Vor diesem Hintergrund ist die Verwendung der stärksten o.g. antimikrobiellen ätherischen Öle und Mischungen wahrscheinlich nicht die beste Unterstützung für ein sich entwickelndes Immunsystem und kann dessen Entwicklung sogar behindern.
Roger C Parslow, ein Mitglied der Pädiatrischen Epidemiologiegruppe der Universität Leeds, fasst die ganze Diskussion treffend zusammen: „Das richtige Gleichgewicht zwischen dem Schutz unserer Kinder vor schädlichen oder lebensbedrohlichen Infektionen und der Aussetzung mit einer „ausreichenden Dosis“ milderer Infektionen, um ihr Immunsystem zu stärken, hat weitreichende soziale und verhaltensbedingte Konnotationen.“

Quelle: https://www.bmj.com/rapid-response/2011/10/30/early-exposure-infection-and-childhood-leukaemia

Zusammenfassung

Der übermäßige Gebrauch der o.g. ätherischen Öle kann sich negativ auf das Immunsystem auswirken, sowohl im Hinblick auf die Entwicklung der Immunität als auch auf die Entstehung allergischer Reaktionen, entweder sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt.

Denn die meisten Bestandteile ätherischer Öle können aufgrund ihrer Größe nicht vom Immunsystem erkannt werden. Jedoch können sie zusammen mit Proteinen auf der Haut bzw im Körper so genannte Haptene bilden, die nun vom Immunsystem registriert werden können. So kann bei ständigem Kontakt mit überdosierten oder reizenden Naturdüften sehr wohl eine immunologische Reaktion ausgelöst werden. Diese wird vom Immunsystem als eine Bedrohung identifiziert und artet dann im schlimmsten Fall in einer Allergie aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorsicht ist auch bei der Inhalation dieser starken ätherischen Öle geboten, da sie beim Einatmen das sich noch entwickelnde Atemwegssystem reizen können. Die gute Nachricht ist allerdings, dass das Risiko dieser Anwendungsform erheblich geringer ist, vorausgesetzt ist freilich die Einhaltung der für Kinder geeigneten Verdünnungen.
Allerdings gibt es für die Anwendung bei Kindern viele andere ätherische Öle die wesentlich sicherer und deren wirksame Kräfte nicht zu unterschätzen sind. Zudem bieten Hydrolate eine sicherere Alternative zum inhalieren.

Sie sind in den meisten Fällen die bessere Option!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die ätherischen Öle von Teebaum, Lavendel, Palmarosa, Zitrone, Ho-Blättern und viele andere mehr entfalten ebenso eine gute Wirksamkeit gegen eine Vielzahl von Mikroben. Einige haben zusätzliche therapeutische Vorteile, die noch besser für die Behandlung der häufigsten Krankheiten im Kindesalter geeignet sind.
Sie fördern die Entspannung, pflegen die Haut und verbessern die Stimmung, nehmen Ängste und beruhigen die „kleinen“ Gemüter – all das sind nicht zu unterschätzende Aspekte bei der Genesung unserer Kinder.
Dieser Effekt unterscheidet sich stark von den stimulierenden phenol- oder aldehyd-reichen ätherischen Ölen, die typischerweise als „Kampföle“ bevorzugt werden.

Wähle für dein Kind idealerweise zuerst Öle mit einem geringen „Risiko“ aus!

Sollte eine Antibiotikabehandlung nötig sein, kannst du dein Kind dennoch mit den oben genannten „sanften“ Helferölen begleiten. Wie schon im oberen Abschnitt des Berichtes nachzulesen ist, können ätherische Öle dazu beitragen, dass mögliche Resistenzbildungen vermieden werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

FAZIT

Die Vielzahl der Empfehlungen, bei Kindern nach stark antibakteriellen Ölen zu greifen ist beunruhigend, für uns ähnlich beunruhigend wie der übermäßige Gebrauch von Antibiotika – egal ob ein tatsächlicher Nutzen zu erwarten ist oder nicht.
Ätherische Öle bieten eine gute Möglichkeit, um den wachsenden Herausforderungen mit multiresistenten Keimen gegenüber zu treten und diese zu bekämpfen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich die mikrobielle Resistenz gegen ätherische Öle niemals entwickeln wird, und der derzeitige Umgang rund um die Verwendung ätherischer Öle geben Anlass zu Besorgnis.

Ein übermäßiger Gebrauch von ätherischen Ölen, insbesondere der stark antimikrobiell wirksamen Naturdüfte wie Oregano, Zimt, Thymian Thymol, Nelke usw. bergen insbesondere bei der Behandlung von Kindern erhebliche Risiken. Prüfe sorgfältig welche ätherischen Öle für dein Kind am besten geeignet (und am wenigsten riskant) sind, dies ist abhängig von Alter, Gewicht und Konstitution.

Die Verwendung der ätherischen „Kampföle“ bei jeder kleinen Infektion – oder sogar „einfach so“ ohne vorliegende Infektion – ist das Gleiche wie mit „Kanonen auf Spatzen“ zu schießen!

Info:

Exposition ist ein Faktor, dem eine Gruppe von Menschen ausgesetzt ist. Dabei stellt eine Exposition die Summe aller Umgebungseinflüsse dar, die auf einen Gegenstand oder ein Lebewesen einwirken. Diese Einflüsse können biologischer, chemischer oder physikalischer Natur sein. Quelle: Wikipedia

Bei Infekten oder bei geschwächter Immunabwehr können verschiedene „Helferlein“ das Kind und seine Abwehrfunktion sinnvoll unterstützen

In unseren aromaMAMA Projekten wie unseren Postern und Magazinen klick hier informieren wir regelmäßig über den verantwortungsvollen Umgang mit den ätherischen Ölen – beachtet man man die Auswahl der für Kinder geeigneten Öle, die Dosierung und Anwendungsart, dann können ätherische Öle bei Infekten von Eltern bestens zur (Mit-) Behandlung ihrer Kinder angewendet werden.

In unserem Buch Aromatherapie für Kinder findest Du neben vielen Rezepturen und Anwendungsbeispielen auch ein Kapitel über multiresistente Krankenhauskeime.

Klick hier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viele Grüße

Sabrina Herber & Eliane Zimmermann

Quellenhinweise: https://tisserandinstitute.org/antimicrobial-essential-oils-children/?fbclid=IwAR3-gJ1Ri0SkWpsOpwv7BYA0HteAKZBEyjBT7me4BOJ5rXxiHoEjpbfNPBk

Dufte durch die Erkältungszeit

Dufte durch die Erkältungszeit

Nach einem wunderschönen und langem Sommer ist nun die kalte Jahreszeit hereingebrochen.

 

 

Groß und Klein schnieft schon kräftig. Mit Düften können Keime in Schach gehalten werden und sollte es Euch dennoch erwischen können ätherische Öle Beschwerden lindern und den Krankheitsverlauf verkürzen.

Bei der Dosierung für Kinder gilt eine Regel: Je jünger desto sparsamer!

 

 

 

 

DIY-Ideen

Schnelles Nasenbalsam   ab 1 Jahr

2 TL Sheabutter auf der Heizung schmelzen

1 Tropfen Benzoe Siam

1 Tropfen Ho-Blätter

dazugeben und rühren. Alles in einem verschließbaren, sauberen Glastiegel aufbewahren und nur mit sehr sauberen Fingern entnehmen.

Schützt die empfindliche Haut bei häufigem Schnäuzen.

 

Nasefrei-Balsam  ab 1 Jahr

1 TL Sheabutter

1 Tropfen Ho-Blätter

1 Tropfen Majoran

1 Tropfen Cajeput (ab 4 Jahre)

 

 

Schnelles Schüttelbalsam für Brusteinreibung bei Husten und Schnupfnase  ab 1 Jahr

35 g Sheabutter in einem leeren gut verschließbaren Behälter (im Wasserbad bei max. 37°C schmelzen)mit
15 ml Johanniskrautöl (oder anderes Pflanzenöl)

2 Tropfen Lavendel fein

2 Tropfen Benzoe
 Siam

1 Tropfen Atlaszeder

1 Tropfen Mandarine rot

mischen und verschließen – Mischung ein paar Minuten kräftig schütteln und dann abkühlen lassen

Bei Fieber ab 0 Jahre

können Kompressen mit Rosen-, Lavendel- oder Orangenblütenhydrolat auf Stirn und Puls unterstützen und beruhigen. Die Hydrolate werden zimmerwarm angewendet.

Eine Mischung aus 25ml Rosen- und 25ml Lavendelhydrolat als Raum- oder Kuscheltuchspray wirkt zudem beruhigend und schlaffördernd.

 

 

Roll on bei Kopfschmerzen   ab 3 Jahre

10ml Jojobaöl

2 Tropfen Bergamotteminze

2 Tropfen Mandarine rot

1 Tropfen Lavendel fein

 

Ohrenschmerzen    ab 1 Jahr

10 ml Johanniskrautöl

2 Tropfen Cajeput

2 Tropfen Lavendel fein

Diese Mischung kann entweder vorsichtig hinter dem Ohr entlang aufgetragen werden oder man gibt davon 1 Tropfen auf etwas Watte und legt diese vorsichtig vorne am Gehörgang ins Ohr.

! Merke !

Ätherische Öle werden nie direkt ins Ohr geträufelt!!!

 

 

TIPP – Gruppengurgeln macht mehr Spaß

Jeder darf ein Lied „vorgurgeln“ und die anderen müssen raten 😉

 

 

Dieser Artikel soll einen kleine Überblick und Anregungen über die verantwortungsvolle Anwendung ätherische Öle bei Kindern geben, er ersetzt keinesfalls den Besuch beim Arzt!

Möchtest du mehr darüber lernen, dann empfehlen wir Dir das Seminar „aromaMAMA“ (klick hier)

An dieser Stelle möchten wir auch auf unser neues Buch „Aromatherapie für Kinder“ aufmerksam machen. (klick hier)

 

 

Ob Bauchkoliken, Milchzähnchen-Auas, Wachstumsschmerzen, Schnupfennase, Bettmonster-Attacken, Konzentrationsschwierigkeiten, Pickel oder Liebeskummer … Aromatherapie hilft Babys, Kindern und Jugendlichen bei vielen Alltagsbeschwerden – unkompliziert und ohne Nebenwirkungen. Seit über 20 Jahren nutzen die beiden Mütter und Aromaprofis die naturreinen ätherischen Öle mit Erfolg. In diesem Buch fassen sie bewährte Rezepturen für Eltern und Heilpraktiker zusammen. Über 100 Rezepte sind genau auf die Altersstufen von 0 bis 16 Jahren abgestimmt und lassen sich ganz einfach zu Hause umsetzen. Mit vielen Extras vom praktischen Dosierkärtchen bis zur Reiseapothe

 

 

 

 

 

Viele weitere Anregungen findest du auch im ersten Aromatherapie Magazin für Eltern und Kinder – aromaMAMA (klick hier)

 

Wir wünschen Dir und Deinen Kindern eine erkältungsfreie Zeit und sollte es Euch dennoch mal erwischt haben, denkt an die „duften“ Tropfen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zirben-Träumerlie

Zirben-Träumerlie

Auf unseren Reisen nach Südtirol begegnet uns immer wieder der wundervolle Duft der Zirbe, auch Zirbelkiefer oder Arve genannt, ihr wissenschaftlicher Name lautet Pinus cembra.

Für uns ist es eines der sanftesten Nadelbaumöle, mit einem besonders balsamisch, warmen Duft, den Kinder unglaublich gerne mögen. Wie alle Nadelbaumöle enthält es hauptsächlich luftreinigende und schmerzlindernde

Monoterpene, dennoch findet sich eine Spur Bornylacetat im ätherischen Öl. Bornylacetat zählt zu den Estern und wirkt sich laut verschiedenen Untersuchungen beruhigend auf den Herzrhythmus aus.

Das ätherische Öl der Zirbe kann Dir und Deinem Kind helfen bei

  • Husten und Verschleimung
  • Muskelschmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen

Ausserdem hilft Zirbenöl nach einer Erkrankung wieder schneller „auf die Beine zu kommen“.

Sollte Dein Kind Angst vor bestimmten Situationen, wie z.B. in der Schule haben, sich nur schwer durchsetzen können oder nicht genügend Selbstbewusstsein haben, lass es mal an einem Tropfen Zirbenöl auf einem Papiertaschentuch schnuppern.

Besonders angetan hat uns ein Zirben-Raumspray, welches bei Einschlafstörungen ca. 5-10 Minuten vor dem Schlafengehen im Raum versprüht werden kann.

 

Zuerst Benzoe Siam mit dem Alkohol gut verschütteln, danach erst die anderen Öle dazugeben.

Wenn du lieber ein Hydrolat als Raumspray Grundlage verwenden möchtest, nimm 5 ml Alkohol 95% und gib die ätherischen Öle dazu. Gut schütteln und in 45 ml  z.B. Lavendel-, Rosen- oder Orangenblütenhydrolat geben.

Sanfte Helferlein für Kinder in der kalten Jahreszeit

Sanfte Helferlein für Kinder in der kalten Jahreszeit

Wenn das Kind von einer dicken Erkältung geplagt wird, geraden viele Eltern in Versuchung, so richtig heftig mit „Erkältungsölen“ dagegen anzugehen, um dem Kind zu helfen, die Krankheit schneller zu überwinden. Doch es gibt eine wichtige Regel bei der Anwendung ätherischer Öle bei Kindern: „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen!“

Daher kann die Tropfenzahl nicht einfach halbiert werden, sondern müssen dem Alter und auch der körperlichen Entwicklung des Kindes (Gewicht) angepasst werden.

Je jünger – desto weniger ätherisches Öl!

In der Erkältungszeit wird jedoch oft fahrlässig mit ätherischen Ölen oder aber auch fertigen Produkten aus der Apotheke, welche ätherische Öle enthalten, umgegangen. Nicht selten werden sie sogar von Ärzten empfohlen. Dies führt dann wieder dazu, dass es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt. Dann kann es vorkommen, dass ätherische Öle von anderen Ärzten richtiggehend „verteufelt“ werden.

Bei Winzlingen unter 12 Monaten  empfehlen wir den Eltern, fertige Produkte, die speziell für Säuglinge entwickelt worden sind, zu besorgen. Gute Produkte gibt es zum Beispiel bei der Bahnhof-Apotheke in Kempten oder bei Evelyn Deutsch (Österreich).

Sind die Kinder etwas größer, also ab etwa 1 Jahr, können etliche ätherische Öle starke Helfer in der eigenen Hausapotheke sein.

✓    Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
✓    Zeder (Cedrus atlantica)
✓    Benzoe (Styrax tonkinensis)
✓    Bergamottminze (Mentha x citrata L.)
✓    Thymian linalool (Thymus vulgaris L. ct. Linalool)

Mit einem vielseitigen schnell gemachten Schüttelbalsam kann wertvolle Unterstützung beim Gesundwerden erreicht werden:

Schnelles Schüttelbalsam für Brusteinreibung bei Husten und Schnupfnase

35 g Bio-Sheabutter in einem leeren gut verschließbaren Behälter (im Wasserbad bei max. 37°C schmelzen) mit
15 ml Bio-Johanniskrautöl (oder anderes Pflanzenöl)
2 Tropfen Lavendel fein
2 Tropfen Benzoe
1 Tropfen Zeder
1 Tropfen Mandarine rot

mischen und verschließen – Mischung ein paar Minuten kräftig schütteln und dann abkühlen lassen.

 

Füßleinöl –  „Immunstark“
50 ml Bio-Johanniskrautöl
2 Tropfen Angelikawurzelöl
2 Tropfen Ho-Blätter
2 Tropfen Benzoe Siam
2 Tropfen Mandarine rot
mischen und jeden Abend auf die Fußsohlen sanft einmassieren.